Sollstatistik

Die Krankenhäuser sind verpflichtet, die nach den themenspezifischen Bestimmungen erforderlichen Daten zu erheben und nach Vorgabe der DeQS-Richtlinie zu übermitteln.

Um der Datenannahmestelle und ggf. Bundesauswertungsstelle die Überprüfung der Vollzähligkeit zu ermöglichen, erstellen die Krankenhäuser und die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte eine Aufstellung, aus der die Zahl der zu dokumentierenden Datensätze (Soll) hervorgeht.

Die Datenannahmestelle prüft die Vollständigkeit, indem sie eine sogenannte Sollstatistik erstellt, in der die Dokumentationsquote in Prozent ausgewiesen wird. Hierzu werden die den Krankenkassen in Rechnung gestellten Diagnosen und Prozeduren mit den tatsächlich an die Datenannahmestelle übermittelten Datensätzen der externen Qualitätssicherung überprüft. Somit ist die Sollstatistik ein Maß dafür, wie zuverlässig ein Krankenhaus bei den entsprechenden Patienten auch die Daten zur Qualitätssicherung erfasst.

In einem Großteil der Behandlungsfälle ist die lückenlose Dokumentation der Patientenversorgung unproblematisch. Bei komplexen Krankheitsfällen (z.B. bei Fallzusammenführungen bei Wiederaufnahme im Krankenhaus) kann die korrekte Zuordnung zu bestimmten Leistungsbereichen der externen Qualitätssicherung jedoch schwierig sein.

Das Ziel ist eine Einsendung von 100 % der Daten. Nicht dokumentierte, aber dokumentationspflichtige Datensätze können Vergütungsabschläge oder Entziehung der Abrechnungsmöglichkeit der jeweiligen Leistung nach sich ziehen.